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	<title>Mutig führen Archive - MUTig leben! - Psychologische Beratung</title>
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		<title>MUT ist weiblich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Barbara Fischer-Reineke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 22:17:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klar, rein sprachlich gesehen, ist DER MUT männlich. Das ist für mich allerdings noch lange keine Erklärung dafür, dass immer noch sehr viele Menschen – auch Frauen – Mut für eine männliche Tugend halten. Sie sprechen vom Heldenmut, Wagemut oder Todesmut und denken voll Ehrfurcht an Odysseus, König Artus oder wenigstens an Harry Potter. Tatsächlich [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Klar, rein sprachlich gesehen, ist DER MUT männlich. Das ist für mich allerdings noch lange keine Erklärung dafür, dass immer noch sehr viele Menschen – auch Frauen – Mut für eine männliche Tugend halten. Sie sprechen vom Heldenmut, Wagemut oder Todesmut und denken voll Ehrfurcht an Odysseus, König Artus oder wenigstens an Harry Potter.</p>



<p>Tatsächlich hat die deutsche Sprache
nicht nur dem Hauptwort Mut, sondern auch den meisten Kombinations-Substantiven
mit Mut den männlichen Artikel zugeordnet: Gleichmut,
Hochmut, Kleinmut, Missmut, Übermut, Wagemut, Wankelmut, Unmut, Todesmut. Laut
einem Grammatikwerk der deutschen Sprache sind dies die eher „extrovertierten“
Substantive mit Mut. </p>



<p>Die femininen
und damit laut Lexikon eher „introvertierten“ Mut-Wörter sind Anmut, Armut (!),
Demut, Großmut, Langmut, Sanftmut, Schwermut, Wehmut. Nun ja, Armut bedeutet wörtlich
genommen nichts anderes als „arm an Mut“ – offenbar eine weibliche Eigenschaft.</p>



<p>Kürzlich las ich den sehr interessanten
Studien-Titel „Men make war, women make peace?“. Das
Fragezeichen ist wohl dem scheinbar offenen Untersuchungs-Ergebnis geschuldet,
wenngleich die Forschungsleiterin selbst sagte, dass die Evidenz männlichen und
im Ergebnis kriegsverursachenden Verhaltens sehr stark sei. </p>



<p><strong>Männliche MUT-Muster funktionieren – für Männer<br>
</strong>Es geht mir keineswegs darum, die Männer oder
männliches Verhalten zu diskreditieren. Aber Fakten sind nun einmal Fakten. Und
davon habe ich noch ein paar: Die weit überwiegende Mehrheit der politischen
Führer weltweit ist männlich. Die weit überwiegende Mehrheit der Top-Führungskräfte
in der Wirtschaft weltweit ist männlich. Die weit überwiegende Mehrheit der
reichsten Menschen weltweit ist männlich. Scheint sich auszuzahlen, das
männliche Mut-Muster. <strong></strong></p>



<p>Wahrscheinlich ist das der Grund, warum die
allermeisten Frauen auf ihrem Weg zu politischem, geschäftlichem oder
finanziellem Erfolg die männlichen Verhaltensweisen nachahmen. Nur dass das –
wen wundert´s – langfristig nicht wirklich funktioniert. Was meine ich damit? </p>



<p>Als Individualpsychologische Beraterin, Laufbahnberaterin und Mental Coach arbeite ich seit vielen Jahren mit Menschen, die in die Krise geraten sind – privat oder beruflich. Der größte Teil meiner Klienten ist weiblich, sehr viele davon sind Führungskraft. Die allermeisten dieser Frauen kommen wegen beruflicher Schwierigkeiten und mit Stressthemen zu mir. Und von denen sind ausnahmslos alle in männlichen Mustern von Kampf, Konkurrenz, Dominanz, Revierdenken, Neid und Abgrenzung unterwegs. Dagegen wäre prinzipiell nichts einzuwenden, wenn es ihnen gut dabei ginge. Tut es aber nicht.</p>



<p><strong>Die moderne Frau im Dilemma ihrer weiblichen Natur</strong></p>



<p>Sätze
wie „Ich kämpfe in dieser Abteilung um mein Überleben“ oder „Ich kann einfach
nicht mehr“ oder „Ich weiß wirklich nicht, wie ich mit XY (männlicher
Chef/Kollege oder Situation im männlichen Umfeld) umgehen soll“ oder „Wenn ich
so weitermache, werde ich krank“ zeigen einerseits den Ernst der Lage, machen
andererseits aber auch deutlich, wie klar die Frauen spüren, dass etwas
grundverkehrt läuft in ihrem (Berufs-)Leben. Nur hat keine meiner Klientinnen
zu Beginn der Beratung eine Ahnung, was das sein könnte.</p>



<p>Im Laufe der gemeinsamen Arbeit erkennen sie dann aber meist schnell, wo der sprichwörtliche Hase im Pfeffer liegt. Intuitiv wissen sie es natürlich sowieso schon längst: Einerseits legen sie sich in ihren klugen Köpfen ausgefeilte Strategien zurecht, punkten mit Fachwissen, jonglieren mit eiskalten Zahlen, strengen sich wahnsinnig an, arbeiten viel und hart, setzen sich unter Druck, sind Perfektionistinnen, wollen zunehmend auch imponieren, werden immer härter, wollen besser sein als die Männer, vielleicht sogar die „besseren Männer“ sein.</p>



<p>Andererseits
kommt ihnen dabei allzu oft ihr weibliches Naturell in die Quere, das nach Integration
und Verbundenheit strebt. Ihre Weiblichkeit, die will, dass es allen gut geht,
dass Harmonie im Team herrscht, dass Ergebnisse konstruktiv und kooperativ erzielt
werden. Sie stolpern über das weibliche Bedürfnis, gemocht zu werden, gut anzukommen,
Anerkennung zu erfahren. Sie machen sich mit ihrer Neigung zu Selbstkritik fertig,
halten dem Selbstzweifel die Tür weit auf und leiden darunter, dass sie „zu emotional“
werden, sobald es schwierig wird oder gar eine Niederlage zu verwinden ist. </p>



<p><strong>Frauen brauchen mehr COURAGE</strong></p>



<p>Zugleich
knabbern sie heftig daran, dass die männlichen Kollegen und Vorgesetzten so zielorientiert,
dabei aber kaum selbstkritisch sind, dass diese oft hart und aggressiv agieren,
wo eigentlich ein Konsens und Verständnis nötig wären. Und sie rutschen sehr
häufig unbewusst in die schon in frühester Kindheit antrainierte Rolle des
unterlegenen, kleinen Mädchens. Fühlen sich als Opfer.</p>



<p>So
gesehen, arbeiten die meisten beruflich erfolgreichen Frauen gegen ihre Natur.
Kein Wunder, dass die Zahl der Stresserkrankungen bis hin zu Burnout und
Depressionen gerade bei Frauen immer weiter zunimmt. Diese Frauen wollen eine
Person sein, die sie gar nicht sind. Sie wollen etwas geben, das sie gar nicht
haben. Sie wollen in einem Spiel mitspielen, dessen Regeln sie gar nicht
kennen. Das kann nicht funktionieren! Für niemanden. </p>



<p>Was es hier braucht, ist <strong>Courage</strong>. Wenn wir auch dazu das Lexikon befragen, erfahren wir, dass Courage Französisch ist und Mut heißt. In dem Wort stecken die lateinischen Bestandteile „cor“ (Herz) und „agere“ (handeln). Courage bedeutet also „beherzt handeln“ oder eben „mit Herz handeln“. Und das ist genau das, was Frauen am besten können, wenn sie es sich selbst gestatten und wenn sie sich wieder daran erinnern, was die Natur des Weiblichen ist: Die Qualitäten des Herzens wie Mitgefühl, Güte, Geduld, Gelassenheit, Gnade, Dankbarkeit und natürlich Liebe zu praktizieren – in Bezug auf sich selbst wie auch in Bezug auf andere.</p>



<p><strong>MUT heißt handeln mit Herz</strong> </p>



<p>Was
bedeutet das nun für Frauen im Business? Es bedeutet, dass sie sich MUTig auf
die Suche nach ihren eigenen, weiblichen Wegen machen müssen. Dass sie, ob als
Mitarbeiterin, Chefin oder Kollegin, sie selbst sein und bleiben müssen. Dass
sie ihren eigenen Platz finden und diesen mit ihrer einzigartigen
Persönlichkeit authentisch ausfüllen müssen. Und dass sie lernen müssen, ihre
eigene beste Freundin zu sein.</p>



<p>Dazu
brauchen sie ganz viel Selbst-Bewusst-Sein (wer bin ich / wer will ich sein?),
Selbst-Erkenntnis (was will ich wirklich?), Selbst-Vertrauen (was kann ich richtig
gut?) und Selbst-Liebe (wofür kann ich mich selbst wertschätzen?). Aus dieser
Kombination entsteht dann das MUT-ICH: Eine Persönlichkeit, die Mut hat zum
eigenen Ich, die die Qualität der Beziehungen wichtiger nimmt als den Status
oder die Höhe des Gehalts. Die es wagt, auf ihr Herz zu hören. Die beherzt Nein
sagt. Die ihre eigenen Grenzen wahrnimmt und dann auch handelnd respektiert.
Eine Persönlichkeit, die die volle Verantwortung für ihr eigenes Denken, Fühlen
und Handeln übernimmt.</p>



<p>Das mag
sich zunächst schwierig oder anstrengend anhören, ist aber mit ein wenig
Begleitung oder Anleitung letztlich ganz leicht. Die meisten Frauen, die sich
auf diesen Weg machen, erleben es als Befreiung. Fast so, als sei eine Mauer um
sie herum zum Einsturz gebracht worden. So als hätten sie plötzlich wieder
Zugang zu allem, was sie als Frau sowieso schon immer „wussten“. Am Ende werden
alle glücklicher, echter, fühlen sich leichter.</p>



<p><strong>MUTig leben, MUTig lieben, MUTig führen </strong></p>



<p>Hätte ich diesen MUTigen Weg zu mir selbst vor dreißig Jahren schon gekannt, wären mir vermutlich meine beiden Burnouts mit schweren Depressionen und Klinikaufenthalt sowie etliche körperliche Krankheiten erspart geblieben. Ich war damals Journalistin in der Position der stellvertretenden Chefredakteurin eines Design- und Lifestyle-Magazins. Zugleich war ich alleinerziehende Mutter eines sehr unruhigen und zudem asthmakranken Kindes und von ständigen Selbstzweifeln und dem eigenen Perfektionsstreben zerfressen. Ich kämpfte rund um die Uhr, noch dazu mit den falschen Mitteln und für die falschen Ziele. Ich arbeitete viel und hart, vergaß mich selbst und ließ mein Kind von Fremden beaufsichtigen. Mein Herz war stumm, vermutlich eingefroren. Erst in der Klinik wurde ich wach und begriff, was ich tat. Ein junger anthroposophischer Arzt stellte mir einige schmerzhafte Fragen und wurde so zu meinem Retter.</p>



<p>All das
ist lange her, ich bin seitdem weit gegangen. Ich habe mir den Weg selbst unter
die Füße gelegt, habe alle Schritte tastend selbst erkundet. Bin hingefallen
und wieder aufgestanden. Und bin schließlich angekommen. Bei mir. Zum Glück.
Zum Glück vielleicht auch für andere, denen ich heute eben diesen Weg als Coach
zeigen und sie dabei begleiten kann. Die von mir lernen, was es heißt,
authentisch zu bleiben, auch wenn der Wind aus der falschen Richtung weht und
die Entscheidungen schwer werden. Die verstehen, dass das Herz die klügste
Stelle im weiblichen Körper ist. Die wieder lernen, Zugang dazu zu finden,
damit sie MUTig leben, MUTig lieben und auch MUTig führen können: sich selbst,
ihre Kinder und ihre Mitarbeiter.</p>



<p><strong>Emotionen managen statt To-Do´s</strong></p>



<p>Dies ist gerade für die von mir betreuten „Spitzenfrauen am Anschlag“ wichtig. Das sind erfolgreiche Führungskräfte, Managerinnen in zum Teil sehr verantwortlicher Position, die zwar materiell gesättigt, aber emotional erschöpft sind. Sie lernen im Einzelcoaching, wie nützlich es ist und wie gut es tut, ihre Emotionen zu managen anstatt sich in ihrer endlosen To-Do-Liste zu vergraben. Hierfür gibt es durchaus methodische Unterstützung, wesentlich für den Erfolg ist jedoch die Haltungsarbeit.</p>



<p>Es ist die
Haltung des warmen Herzens, die gerade in herausfordernden Situationen hilft, integrative
Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden. Und
das ist nun einmal etwas, das wir Frauen „von Natur aus“ können, nur leider in
diesen modernen Zeiten vergessen zu haben scheinen. Eine Frau, die den MUT
findet, auf ihr Herz zu hören und ihren eigenen Weg zu gehen, kann nicht fehl gehen.
Und wenn sie sich dann noch mit anderen Frauen verbindet und verbündet im Sinne
einer „Sisterhood“, in ihrer Umgebung den Gemeinschaftsgeist stärkt und echte Kooperation
lebt, dann ist sie das, was ich eine MUTige Frau nenne. </p>



<p>Ich
bleibe also dabei: Mut ist weiblich. </p>



<p>Aber
klar: Helmut ist und bleibt männlich.</p>



<p>***</p>



<p>In meinem <a href="https://get.mutig-leben.com/buch-arschbombe" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Buch „Arschbombe ins Glück – So werden Sie Ihr eigener Happiness-Produzent“</strong></a> zeige ich dir anhand der von mir entwickelten POOL-METHODE® den Weg zu einem MUTigen und damit selbstbestimmten, glücklichen Leben, der tatsächlich funktioniert.</p>



<p>Wenn der Stress dich im Griff hat und du etwas dagegen tun möchtest, kannst du dir <strong><a href="https://mutig-leben.com/stress-spirale/">hier</a></strong> den <strong>„Anti-Stress-Express“</strong> mit den 10 besten Tipps gegen Druck und belastende Emotionen kostenlos herunterladen. Wenn du diese körperorientierten Übungen anwendest, hat der Stress fertig und du kannst wieder ruhig schlafen.</p>



<p>Wenn du etwas tiefer einsteigen willst, empfehle ich dir die Aufzeichnung meines Webinars <a href="https://get.mutig-leben.com/stress_web" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;<strong>DON´T STRESS!</strong> <strong>Lerne deine Emotionen zu managen anstatt To-Do´s</strong>&#8222;</a>, das dir Wege zur herzorientierten Selbstfürsorge im Sinne der Stressvermeidung aufzeigt und erlernbar näher bringt. </p>



<p> Und natürlich stehe ich jederzeit für ein <strong><a href="https://calendly.com/mut-1/15min-schnuppern" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gratis-Schnuppercoaching </a></strong>zur Verfügung, in dem wir gemeinsam ausloten, wo der Schuh am meisten drückt und wie ich dir am besten weiterhelfen kann. </p>



<p>Als ersten Einstieg in ein MUTiges Leben kannst du dich außerdem gerne in meinen <strong>MUT-Letter </strong>eintragen, der dich regelmäßig mit Impulsen versorgt. Als Dankeschön dafür erhältst du vier Wochen lang kostenlos „Meine wöchentliche Dosis MUT“ per Mail.</p>



<p>Über die Autorin: </p>



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