Murphys Gesetz

Der Mutige kennt Murphys Gesetz: Was schief gehen kann, wird schief gehen! Manchmal denkt er, dass er das Gesetz erfunden hat, bis er hört, dass andere das auch von sich denken. Der Mutige weiß, dass sich das Leben aus kleinen und großen Katastrophen zusammensetzt, und übt sich darin, es gelassen zu sehen. Er war ja dabei, als die Katastrophen passiert sind, damals, als er noch Kind war, dann als Teenager und als er selbst kleine Kinder hatte. Was ihn auszeichnet ist, dass er dem Leben dafür keine Vorwürfe macht, Sein Mut ist in diesem Fall der Mut zum Neuanfang.(…) Er teilt nun Mr. Murphys Sicht auf das Leben nicht mehr. Auch in Misserfolgen behält der Mutige den Mut zum Glück. Er hat dafür eine besondere Schule besucht: Die Schule für Verwandlungskünstler. Dort hat er gelernt, zunächst sich selbst zu verwandeln – von einem Katastrophen-sucher zu einem Glücksfinder – und dann durch diese Verwandlung die Umstände seines Lebens zu verwandeln. Der Unterricht fiel ihm manchmal schwer, weil er auch damals schon von Murphys Gesetz wusste und häufig mit seinem Leben bewies, dass das Gesetz tatsächlich existierte. Aber durch viele Wiederholungen gelang ihm die Verwandlung. Langsam, aber sicher hebt er nun Murphys Gesetz aus den Angeln. Mit seinem eigenen Gesetz zieht er eine andere Welt an: „Was gut gehen kann, wird, mit etwas Nachhilfe, gut gehen!

(Ulrich Schaffer)